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Kurzübersicht:
Manfred Mohr gilt als Pionier der digitalen Kunst. In den frühen 1960er Jahren entdeckte Mohr die Informations-Ästhetik von Prof. Max Bense, die sein künstlerisches Denken radikal veränderte. Innerhalb weniger Jahre verwandelte sich seine Kunst vom abstrakten Expressionismus zu einer Computer generierten algorithmischen Geometrie. Ermutigt durch den Computermusik-Komponisten Pierre Barbaud, den er 1967 kennen lernte, programmmierte Mohr 1969 seine ersten Computer-Zeichnungen. Einige der Sammlungen in denen Mohr repräsentiert ist: Centre Pompidou, Paris; Joseph Albers Museum, Bottrop; Mary and Leigh Block Museum of Art, Chicago; Victoria and Albert Museum, London; Ludwig Museum, Cologne; Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen; Kunstmuseum Stuttgart, Stuttgart; Stedelijk Museum, Amsterdam; Museum im Kulturspeicher, Würzburg; Kunsthalle Bremen, Bremen; Musée d'Art Moderne et Contemporain, Strasbourg; Daimler Contemporary, Berlin; Musée d'Art Contemporain, Montreal; McCrory Collection, New York; Esther Grether Collection, Basel. Mohr zeigte seine Arbeiten in vielen Einzelausstellungen bzw. Retrospektiven in Museen und Galerien wie: ARC - Musée d'Art Moderne de la ville de Paris, Paris 1971; Joseph Albers Museum, Bottrop 1998; Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen 1987, 2002; Museum for Concrete Art, Ingolstadt 2001; Kunsthalle Bremen, Bremen 2006; Museum im Kulturspeicher, Würzburg 2005; Grazyna Kulczyk Foundation, Poznan 2007. Er beteiligte sich an unzähligen Gruppenausstellungen wie zum Beispiel: MoMA - Museum of Modern Art, New York 1980; Centre Pompidou, Paris 1978, 1992; ZKM (Center for Art and Media), Karlsruhe 2005, 2008, 2010; Museum Ritter, Waldenbuch 2005, 2006, 2008; Museo Nacional Centro de Reina Sofia, Madrid 1989; MoCA, Los Angeles 1975; National Museum of Modern Art, Tokyo 1984; Museum of Modern Art, San Francisco 1973, 1977, 1980; MoMA-PS1, New York 2008; Leo Castelli Gallery, New York 1978; Galerie Paul Facchetti, Paris 1965 and Zürich 1970. Unter den Ehrungen und Preisen die Mohr erhielt sind: Golden Nica from Ars Electronica, Linz 1990; Camille Graesser-Preis, Zürich 1990; [ddaa] d.velop Digital Art Award, Berlin 2006; Artist Fellowship, New York Foundation of the Arts 1997. |
| MANFRED MOHR Geboren am 8. Juni 1938 in Pforzheim (Deutschland) Lebte 1963-1964 in Barcelona, Spanien Von 1963 bis 1983 Atelier in Paris Lebt und arbeitet seit 1981 in New York |
| 1957-1961 Kunst + Werkschule Pforzheim Jazzmusiker (Tenor-Sax, Oboe) |
| 1960 Informelle Bilder |
| 1961 Erhält den Schulpreis (Kunst) der Stadt Pforzheim Einführung in die Informations Aesthetik von Max Bense |
| 1962 1962-1963 Aufenthalt in Barcelona, Spanien Beginn der ausschliesslichen Verwendung von Schwarz und Weiss als bildnerisches Ausdrucksmitteli |
| 1964-1967 Besuch der Ecole des Beaux Arts, Paris Geometrische Versuche münden in Hard-Edge-Malerei Begegnung in Paris (1967) mit dem Komponisten Pierre Barbaud, Pionier der Computermusik |
| 1968 Erste Einzelausstellung in der Galerie Daniel Templon, Paris Systematisierung des Bildinhaltes |
| 1969 Veröffentlichung des visuellen Buches 'Artiaficiata I' Erste Zeichnungen mit dem Computer Gründungsmitglied des Seminares 'Art et Informatique', Universität Vincennes, Paris Lernt die Mathematikerin Estarose Wolfson kennen |
| 1971 Erste Einzelausstellung vom Digital-Computer generierten Arbeiten in einem Museum (Katalog und Ausstellung) ARC, Museé d'Art Moderne de la Ville de Paris, Frankreich |
| 1972 Sequenzielle Computerzeichnungen entstehen Beginn der Arbeiten an festgefügten Strukturen: dem Würfel |
| 1973 Erhält Auszeichnungen bei World Print Competition-73, San Francisco und auf der 10. Biennale in Ljubljana |
| 1977 Beschäftigung mit dem 4-D Hyperwürfel und Graphentheorie |
| 1980 Werkphase: 'Divisibility', Würfelteilungen |
| 1982 Quasi-organischen Wachstumsprogramme am Würfel |
| 1987 Erste Retrospektive Ausstellung, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen Erneut Arbeiten mit dem 4-D Hyperwürfel. Vier-dimensionale Rotation als Zeichengenerator |
| 1989 Ausdehnung der Arbeit auf den 5-D und 6-D Hyperwürfel. Rotation sowie Projektion sind Zeichengeneratoren |
| 1990 Erhält die 'Goldene Nica' beim Prix Ars Electronica in Linz und den 'Camille Graeser Preis' in Zürich |
| 1991 Werkphase: Laserglyphs, Diagonal-Wege durch den 6-D Hyperwürfel werden mit einem Laser aus einer Stahlplatte geschnitten |
| 1994 Die erste umfangreiche Monographie über Manfred Mohr erscheint im Waser-Verlag, Zürich |
| 1997 Wurde zum Mitglied der American Abstract Artists gewählt Erhält ein Artists' Fellowship von der New York Foundation for the Arts |
| 1998 Wurde zu 'Pioneering Artists' ausgewählt, Siggraph Orlando, Florida Eintragung in das Golden Buch der Stadt Pforzheim, Germany Verwendung von Farbe (nach über drei Jahrzehnten schwarz / weiss), um durch Differenzierung die Komplexität in der Arbeit aufzuzeigen |
| 2002 Entwickelt und baut kleine PC's für sein Programm "space.color.motion" und seit 2004 auch für Programm "subsets.motion" Die resultierenden Bilder werden in realtime auf LCD Flachbildschirme in langsamer, nicht repetitiver Abfolge visualisiert |
| 2006 Erhält den Kunstpreis d.velop digital art award [ddaa] für digitale Pionierarbeit, Köln / Bremen |
| 2007 Entwickelt das Programm "klangfarben". Es umfasst Bilder und Animationen die auf dem 11-dimensionalen Hyperwürfel aufbauen und dessen Diagonalwege als Kompositionselemente verwendet Das Programm läuft auf einem PC und die resultierenden Bilder werden in realtime auf zwei quadratischen LCD Flachbildschirmen in langsamer, nicht repetitiver Abfolge visualisiert |